Atiu - Insel der Vögel


Der Strand von AituDem einen oder anderen Besucher wird bei der Ankunft der Insel auffallen, dass es hier sehr viele verschiedene Vogelarten gibt und ein Gezwitscher von Zeit zu Zeit zu hören ist. Neben exotischen Tieren gibt es aber auch traditionellere Vogelarten. Enuamanu wird die Insel noch genannt. Übersetzt bedeutet das Insel der Vögel.

Die Population beträgt gerade einmal 600 Menschen. Die meisten davon sind Kinder, welche in die Enuamanu-Schule gehen. Sie leben oft bei ihren Großeltern oder anderen Verwandten. Denn die Eltern verdienen oft in Neuseeland ihr Geld. Dieses Problem versucht die Insel schon seit langem zu bekämpfen, denn der Altersdurchschnitt steigt ständig. Außer in der Tourismusbranche gibt es aber nicht sehr viele Arbeitsplätze.

Insgesamt gibt es fünf Dörfer auf Atiu, welche die Besucher jederzeit willkommen heißen. Am bekanntesten ist Atiu Villa, das auf einem vulkanischen Plateau gelegen ist. Die Gäste dieses Dorfes können in traditionell gebauten Unterkünften wohnen. Die Bungalows, welche für Besucher zur Verfügung stehen, wurden einzig aus Materialien der Insel gebaut. Zum Beispiels aus dem Holz der Kokosnusspalme oder des Mangobaumes. Trotzdem muss auf keinen Komfort verzichtet werden. Elektrizität, warmes Wasser sind wie auch in anderen Urlaubsdestinationen Standard, aber vor allem die liebevoll Einrichtung und Dekoration ist etwas Besonderes. Ein Restaurant und eine Bar sorgen für das leibliche Wohl der Urlauber. Auf Grund dieser sehr guten Infrastruktur ist Atiu Villa das touristische Zentrum der Insel.

Über zwanzig Strände sind auf der Insel zu finden, wobei einige davon zum Schwimmen nicht geeignet sind. Trotzdem wird des Öfteren die Möglichkeit bestehen, seine Füße ins kristallblaue Wasser zu halten. Ein weiterer Vorteil der vielen Strände besteht darin, dass der Großteil sehr unbekannt ist und nur wenige Touristen den Weg um dorthin zu kommen, auf sich nehmen.

Die Kaffeebohne wurde von Missionaren und Händlern nach Atiu gebracht. Heute ist sie eines der wichtigsten Exportprodukte. Ein Spaziergang durch die Kaffeeplantagen verzaubert nicht nur durch seinen wohltuenden Geruch. An vielen Plätzen können sie besichtigt werden.

Atiu ist vor allem für seine vielen Höhlen bekannt, die aufgrund der vulkanischen Tätigkeit entstanden sind. Führungen können in den Dörfern gebucht werden. Die berühmteste nennt sich Anatakitaki Höhle. Hier lebt der Kopeka, ein äußerst seltener Vogel, der nur auf dieser Insel zu finden ist. Ein Besuch der Te Ana O Rakanui-Höhle kann ebenfalls überraschen. Sie ist eine verhältnismäßig große Höhle mit mehreren Aus- und Eingängen. Trotzdem sollte immer ein Touristenführer dabei sein.

Eine der vielen unbewohnten Inseln im Atoll ist Takutea. Das scheinbar unberührte Meer mit der gerade einmal 1,2 Quadratkilometer großen Insel kann von Touristen besucht werden. Allerdings benötigt man dafür eine Besuchererlaubnis, da Takutea als Naturressort geschützt ist. Da viele Vogelarten die Insel als Nistplatz benützen, müssen Besucher aufpassen keine Eier zu beschädigen oder darauf zu treten. Das Meer um Takutea ist sehr fischreich. Bei einem Besuch wird bestimmt das eine oder andere Fischerboot zu sehen sein. Vielleicht machen sie gerade den Fang ihres Lebens. Begrüßt man sie, dann winken sie bestimmt zurück, denn Gastfreundschaft wird bei den Polynesiern groß geschrieben.