Fribourg - künstlerisches Mittelalter


Stadtbrunnen, FribourgUm die Stadt Freiburg zu lieben, muss man keinen besonderen Hang zur Geschichte des Mittelalters oder zum gotischen Baustil haben. Obwohl wenn dies zutreffen würde, dann wäre man hier als Besucher goldrichtig. Denn an jeder Ecke wird man mit denm Zeitalter vertraut gemacht. Egal ob Kirchen, öffentliche Gebäude oder einfache Wohnhäuser, alles ist im gotischen Stil erbaut. Die Stadt liegt auf einer felsigen Halbinsel. Die gut erhaltene Altstadt zieht jährlich viele Besucher an. Die Stadt beherbergt eine Universität und einige Kunsteinrichtungen. Daher sind auch viele Kunstliebhaber und Freigeister anzutreffen.

Der berühmte Künstler Jean Tinguely hat die Atmosphäre der Stadt mitgeprägt. Nicht nur im Espace Jean Tinguely - Niki de Saint Phalle, einem Museum, sind seine Werke zu sehen. Sie haben sich auch hervorragend in das Stadtbild eingefügt. Seine Skulpturen bestechen vor allem durch die Verbindung verschiedenster Materialien des Alltags, die sehr oft von technischen Vorgängen dominiert werden.
Während des Belluard Bollwerk International, einem Kunstfestival, sind die Hotels und Unterkünfte meist ausgebucht. Das ganze findet in einer alten Festungsanlage statt und bietet somit den richtigen Rahmen für die Kreativität. Schweizer Künstler und Künstlerinnen sollen ebenso gefördert werden wie die internationale Kunstszene. Den Ideen werden keine Grenzen gesetzt. Unter anderem findet jedes Jahr ein Projektwettbewerb statt.

Für jene, die die Kunst eher in Richtung Musik bevorzugen, findet die Jazz-Parade am Sommerbeginn statt. Um zu den Klängen der Saxophone und anderer Musikinstrumente zu tanzen, kommen Gäste aus der ganzen Welt. Die Straßen werden in dieser Zeit zum Wohnzimmer der Jazz-Begeisterten. So gut wie jeder hält sich im Freien auf.

Die Stadt der Bildung und der Kunst kann aber auch allen anderen Besuchern eine Menge bieten. Zunächst empfiehlt es sich, die Stadt von oben zu sehen. Es gibt zwei Orte, wo man Fribourg und seine zahlreichen Gebäude überschauen kann. Entweder man besteigt den Turm der Kathedrale St. Nikolaus oder fährt mit einer Bahn zum Bürglentor hinauf. Am besten wäre es natürlich beides zu machen. Danach können Pläne geschmiedet werden, was alles besichtigt werden soll. Dabei ist die Auswahl bestimmt schwer und einige Tage sollten schon dafür zur Verfügung stehen.

Die Religion spielte schon immer eine große Rolle. Davon zeugen auch viele Kirchen und Kapellen in der Stadt. Noch heute hat ein Bischof hier seinen Sitz. Die Kathedrale trägt auch den Namen des Schutzherren der Stadt. Zu Ehren des Nikolaus von Myra findet jedes Jahr ein beliebtes Fest statt. Viele Touristen wollen genau zu dieser Zeit ihre Reise nach Fribourg buchen. Bei einem Gang durch die Stadt beschenkt er den einen oder anderen mit kleinen Geschenken.

Will man den Stadtmauern folgen, begibt man sich auf den Weg, den die Pilger heute noch gerne gehen. Viele, die zum Jakobsweg in Spanien pilgern, machen hier Halt. Beinahe jedes Gebäude auf diesem Weg hat eine religiöse Tradition zu erzählen. Die Gasthäuser auf dem Weg haben sich ebenfalls auf die Pilger spezialisiert und so kann auch ein Pilger-Mittagsmenü auf der Speisekarte stehen.