Unbewohnte Paradiese


Weißer Strand, Galapagos InselnNur fünf der vierzehn größeren Inseln des Galápagos-Archipels sind bewohnt. Das bedeutet aber nicht, dass die unbewohnten Inseln uninteressant wären. Ganz im Gegenteil: Die Artenvielfalt ist auf diesen Inseln noch größer und einzigartiger. Die Tiere können ungestört ihrem Kreislauf nachgehen und ihr Lebensraum kreuzt sich nicht mit dem des Menschen. Natürlich muss auch der Tourismus reguliert und kontrolliert werden um diese noch bestehenden Idyllen zu schützen. Denn manche Tiere sind nur noch hier heimisch und wären sonst vor dem Aussterben bedroht. Auf jeden Fall sollte man sich Batolomé, Santa Fe, San Salvador und Co nicht entgehen lassen. Abseits der Luxushotels, Restaurants und dem Trubel kann eine Expedition in die Wildnis sehr spannend sein.

Auf Bartolomé steht nicht nur die Tierbeobachtung im Vordergrund, sondern auch das Badevergnügen kommt nicht zu kurz. Herrliche weiße Sandstrände laden die Besucher zum Verweilen ein. Natürlich muss das Wetter und die Wassertemperatur einigermaßen passen, da ansonsten der Spaß am Schwimmen schnell verloren geht. Pinguine und Seelöwen sind hier oft zu sehen. Sie tummeln sich zwischen Felsen und Formationen, die durch Vulkanausbrüche geformt wurden.

Rabida präsentiert seinen Gästen einen Sandstrand der anderen Art. Ein roter Sand lässt den Ort einzigartig aussehen. In Kombination mit den vielen verschiedenen Vogelarten wie braunen Pelikanen und Galápagos Falken ist die Farbenpracht perfekt. Einige Hügel ermöglichen es eine wunderbare Aussicht zu genießen und dabei viele Tierarten im Blick zu haben.

Um die Farbenpalette der Strände abzurunden, soll auch Santiago erwähnt werden. Die Strände haben hier eine schwarze Farbe, aufgrund des vulkanischen Ursprungs. Es kann als ein Schnorchel-Paradies bezeichnet werden, da viele Touristen den seichten Küstenstreifen erkunden wollen. Die Wassertemperatur ist hier etwas höher, da der Humboldtstrom für Wärme sorgt. Daher sind einige Seebären und Gruppen von Flamingos zu finden.

Auch auf Floreana fühlen sich die Flamingos besonders wohl. Auf der Insel legen Meeresschildkröten gerne ihre Eier. Im 18. Jahrhundert gründeten Walfänger hier eine Poststelle. Die damaligen Traditionen werden heute noch weitergeführt und alte Überbleibsel können besichtigt werden.

Santa Fes Untergrund ist halb sandig, halb felsig. Genauso verschieden wie die Landschaft sind auch die Tierarten. Die Land-Leguane erreichen hier eine unglaubliche Größe. Die Seelöwen sind dafür in großen Gruppen anzutreffen.v Espanola kann ebenfalls mit einigen Stränden und prächtigen Lagunen mit anderen Insel des Archipel mithalten. Der Insel eine bestimmte Tierart zuzuschreiben, wäre schwer, da unglaublich viele Tiere hier ihre Heimat haben. Vor allem der Ort Punta Suarez ist für das rege Treiben vieler Tiere berühmt. Ein typisches Motiv für Foto oder Postkarten ist die Gegend um den Suárez Point. Während einer gemütlichen Wanderung, kommen den Besuchern viele verschiedene Tiere unter. Man muss nicht weit gehen, da sich viele Arten einen kleinen Küstenstreifen als Lebensraum teilen.

In Fernandina ist der Artenschutz bereits zum zentralen Thema geworden. Die Touristen besuchen nämlich gerne das Gebiet, in dem zahlreiche Leguane leben. Die Anzahl der Besucher ist auf zwanzig begrenzt, der Rest muss warten und darf erst später dieses Spektakel betrachten. Ein Nistplatz der Kormorane ist ein weiteres Highlight auf dieser Insel, welche die jüngste der Galápagos-Gruppe ist.