Die Grönlandsee und ihre Inseln


Eisberge, GrönlandseeDie Grönlandsee liegt, wie der Name schon sagt. bei Grönland und erstreckt sich bis zur Nordküste der Insel Island. Zwei weitere Inseln fallen ebenfalls in dieses Gebiet: Jan Mayen und Svalbard. Als Nebenmeer des Arktischen Ozeans sind die Wassertemperaturen sehr kühl und die meiste Zeit ist es durch eine drei Meter dicke Packeisschicht bedeckt. Für Schiffe, welche in diesen Gewässern fahren ist es sehr gefährlich, da im Wasser auch sehr viele Eisberge, welche von Grönland kommen, sind. Die tiefste Stelle wird als Molloytief bezeichnet und ist über 5.000 Meter tief. Beliebt ist das Gebiet vor allem auch für Fangschiffe aus Europa. Denn das Meer ist hier sehr fischreich.

Der eine oder andere mag sich jetzt vielleicht fragen, wieso dieses Meer so besonders sein soll. Denn Eis und Kälte ist für den Tourismus eher weniger attraktiv. Besonders sind vor allem die beiden Inseln, die in der Grönlandsee liegen. Sie sind nur wenigen Besuchern bekannt, bieten aber eine optimale Gelegenheit einen Blick in die andere Richtung zu werfen: Welche Tierarten leben im kälteren Norden und welche anderen Sehenswürdigkeiten bieten die Inseln?

Bei den Tieren ist vor allem die Sattelrobbe zu nennen. In der Nähe der Insel Jan Mayen sind sie am zahlreichsten vertreten. Die Sattelrobbe gehört zu der Gattung der Hundsrobben. Aufgrund der vielen illegalen Robbenjägern ist diese spezielle Population aber bald vom Aussterben bedroht. Eine ebenfalls sehr seltene gewordene Walart ist der Grönlandwahl. Der weltweite Bestand wird auf nur mehr 3.000 Stück geschätzt.

Früher waren diese Ziele fernab vom Tourismus, aber heute werden einige manchmal von großen Kreuzfahrtsschiffen angefahren. Denn jede Insel hat ihre eigenen Reisegeschichten.

Jan Mayen zählt zu den kleineren Inseln, denn die Fläche umfasst nur 373 Quadratkilometer. Politisch gehört sie zu Norwegen, obwohl sie 950 Kilometer westlich des Staates liegt. Im Jahr 1607 wurde Jan Mayen das erste Mal von Henry Hudson entdeckt. Er gab der Insel aber nicht ihren Namen. Erst der Walfangkapitän Jan Jacobs May van Schellinkhout benannte sie nach ihm.

Svalbard liegt ebenfalls in der Grönlandsee und ist wesentlich größer als Jan Mayen. Seine Gesamtfläche beträgt über 60.000 Quadratkilometer. Im deutschsprachigen Raum und auch in vielen anderen Staaten ist die Insel besser bekannt als Spitzbergen. Dabei bezeichnet dieser Name eigentlich nur die Hauptinsel von Svalbard. Weitere Teile sind Nordaustland, die zweitgrößte Insel, Edgeøya, Barentsøya und Prins Karls Forland. Svalbard gehört ebenfalls zu Norwegen und steht unter dessen Verwaltung.

Mit unglaublichen 2,4 Millionen Quadratkilometern ist Grönland die größte Insel der Erde. Das Land ist nur sehr spärlich besiedelt. Vor allem an der Ostküste, wo die Grönlandsee angrenzt, findet man nur zwei bewohnte Plätze. Das ist zum einen Ammassalik mit über 3.000 Einwohnern und zum anderen Scoresbysund mit 500 Einwohnern. Ansonsten ist im Osten Grönlands nur Natur zu entdecken. Zahlreich Fjorde beherbergen viele Plätze der Erde, die so gut wie unberührt sind.

Zu guter letzt hat auch Island einen Anteil an der Grönlandsee. Im Norden grenzt das 103.000 Quadratkilometer große Land an die See. Durch das Zusammentreffen des warmen Golfstroms und des kalten Ostgrönlandstroms sind die Gewässer um Island sehr fischreich.