Nördliches Island


Nördliches Island in seiner vollen PrachtIsland bietet eine vielfältige Landschaft. Berühmt für seine Geysire und vielen heißen Quellen, ist sie aber nicht nur bei Kurtouristen bekannt. Die Hauptstadt Reykjavic ist eine moderne Stadt, die dem Trend stets auf der Spur ist. Das alte Klischee, dass die Isländer eher ein müdes und ruhiges Volk sind, stimmt heute überhaupt nicht mehr. Obwohl die meisten Touristenziele in der Umgebung der Hauptstadt, im Südwesten der Insel liegen, hat auch der Norden, der Anteile an der Grönlandsee hat, vieles zu bieten. Meist kommt ihm aber weniger Bedeutung zu. Dabei wissen Besucher nicht, was ihnen dabei entgeht.

Eine Stadt im Norden macht durchaus auch Reykjavic Konkurrenz. Akureyris Lage ist wirklich besonders, denn es liegt am Fjords Eyjafjörður. Entlang des Fjords sind einige malerische Fischerdörfchen. Akureyri war lange ein unbeachteter kleiner Ort, aber am Ende des 19. Jahrhunderts kam mit der Industrie auch der Bevölkerungszuwachs. Heute leben 14.500 Menschen in der Stadt des Nordens. In der Stadt gibt es viele Bäume, Pflanzen und Parks. Unter anderem gibt es einen Botanischen Garten, der Blumen aus der ganzen Welt und hier vor allem aus den kühleren Regionen beherbergt. Das Zentrum der Stadt erstreckt sich rund um die evangelisch-lutherische Kirche. Auf einem Hügel überblickt die in weiß gehaltene Kirche die Stadt. Die Glasfenster im Inneren sind ebenfalls sehenswert. Sie ist sehr leicht zu erreichen, da die lange Treppe mit 104 Stufen die Kirche mit der wichtigsten Einkaufsstraße verbindet. Die Stadt hat eine eigene Universität, die 1975 als zweite Hochschule des Landes gegründet wurde. Die "Perle des Nordens" darf man bei einem Islandbesuch nicht verpassen.

Die Insel Grimsey liegt im Norden von Island. Sie ist der einzige Ort von Island, wo die Mitternachtssonne betrachtet werden kann. Die Anzahl der Bewohner ist mit 155 zwar sehr gering, dafür kann sich die Tiervielfalt vor allem bei den Vögeln sehen lassen. Die Vegetation ist für die Lage der Insel sehr erstaunlich, aber es herrscht auch ein relativ mildes Klima. Die Insel besitzt eine kleinen Flughafen, aber ist auch durch die Fähre erreichbar. Haupterwerb ist die Fischerei. Allerdings ist das Meer in dieser Gegend sehr unberechenbar, da es oft stürmt und die Wellen sehr hoch werden können. Die Inselbewohner legen auf ihre zahlreichen Vogelarten sehr großen Wert. Eine der Kuriositäten ist, dass Hunde und Katzen auf Grimsey verboten sind. Ein Verbot, das die Vogelarten schützen soll, was auch gelingt.

Der See Myvatn ist ein sehr flacher See und zieht jährlich viele Touristen an. Enten sind fast an jeder Stelle zu sehen. Sie ernähren sich von den zahlreichen Mücken, nach denen der See benannt ist. So wie viele Landschaftsformen ist auch der See vulkanischen Ursprungs.

Da die Landschaft einzigartig ist und es auch nicht wenige Tierarten gibt, wurde in der nördlichen Region ein Nationalpark gegründet. Er trägt den Namen Jökulsárgljúfur. Schluchten und Hügel vulkanischen Ursprunges prägen das Gebiet. Insgesamt gehören 35 Kilometer Flussgebiet zum Nationalpark, wo auch einige steile Wasserfälle dazugehören. Heidekraut und Buschwald findet man so gut wie auf jedem Fleckchen Erde. Die Birken und Heiden können hier ungewohnte Höhen erreichen. Hier ist eben alles ein bisschen anders.