Porto Santo


Der Hafen von Porto SantoDie Größe ist nicht alles, sagt schon ein altes Sprichwort. Dies trifft auf jeden Fall auf Porto Santo zu. Die kleine Schwester von Madeira ist nicht einmal annähernd so groß wie die Hauptinsel des Archipels Madeira, kann aber dafür durch ihre unzähligen Strände viele Sonnenanbieter auf die Insel locken. Der goldene Sand, der die Strände ziert, tut sein Übriges dazu. Einheimische sprechen dem Strand sogar Heilkräfte zu. Der schönste Ort um in der Sonne zu liegen und am Strand entlang zu gehen ist Campo de Baixo. Der Strand liegt gleich in der Nähe der Hauptstadt

Die Anreise gestaltet sich sehr einfach, da die Insel sogar über einen eigenen Flughafen verfügt. Mit einer Einwohnerzahl von 5.000 ist das Inselleben sehr bestaulich. Vila Baleira ist die einzige Stadt. Am Wochenende wird dort das Stadtleben erst so richtig lebendig, da viele Besucher von der Hauptinsel Madeira kommen um die wunderschönen Strände zu genießen. Das Haus von Christoph Kolumbus, in dem er einige Jahre gelebt hat, ist ebenfalls zu besichtigen. In Vila Baleira wurde aus dem Gebäude ein Museum gestaltet, das die Geschichte seiner Seereisen und sein Leben behandelt.

Während auf Madeira der Zuckerrohrbau oder auch der Weinanbau betrieben wurde, sind die Möglichkeiten auf Porto Santo begrenzt, denn das Klima ist ein ganz anderes. Schon früh spezialisierte man sich auf die Gastronomie und den Tourismus. Der Flughafen wurde 1966 erbaut, was dem Ganzen noch einen Aufschwung gab. Hotels, Freizeitanlagen und gutbürgerliche Restaurants mit typischer Küche aus Madeira sind seitdem aus dem Boden geschossen. Den Gästen bleiben keine Wünsche offen.

Porto Santo hat weniger Pflanzenreichtum als der Rest des Archipel, was aber vor allem an seiner Geschichte liegt. Die Insel war optisch nicht immer einer Wüstenlandschaft ähnlich. Die ersten Siedler rodeten viele Bäume und Pflanzen, darunter auch Wacholder, Baumheide und Drachenbäume und trugen maßgeblich zum heutigen Äußeren bei.

Wer gerne taucht, kann das auch hier ausprobiert. Zwar wird es noch als Geheimtipp unter Profitauchern gehandelt, aber es gibt doch eine beträchtliche Zahl an Taucherplätzen. Boote nehmen täglich Kurs auf die Stellen. Exotische Tierarten gibt es genug. Beim Tauchen kann einem schon einmal ein Schmetterlingsrochen, den man ansonsten sehr selten zu Gesicht bekommt, entgegenkommen. In einer Tiefe von etwa 34 Meter liegt der Frachter von Madeirense. Mittlerweile hat er sich schon mit dem Meeresleben vereint und einige Meerestiere leben im Inneren. Für Tauchtouristen stellt dieser Platz eine einzigartige Möglichkeit dar, eine derartige Idylle zu beobachten.

Wer genug von Sonne, Strand und Meer hat, kann auch den höchsten Berg, den Pico do Facho, besteigen. Mit seinen 517 Metern sollte das allerdings kein Problem sein. Er ist vulkanischen Ursprungs. Von oben hat man dennoch einen schönen Rundblick auf die Insel. Es besteht die Möglichkeit die Südküste mit dem Rad zu erforschen. Ein eigener Radweg geht hier in der Nähe des Strandes vorbei. Wem das zu langweilig ist, der sollte ein paar Stunden auf dem Golfplatz verbringen. Vor einigen Jahren wurde er neu gebaut. Die Besonderheit dabei ist, dass sich einem während dem Golfspielen die wunderschöne Meereskulisse zeigt.