Martinique - Die Insel der Blumen


Der Strand von MartiniqueFrankreich war eines der europäischen Länder, welches in der Vergangenheit einige Kolonien auf der ganzen Welt besaß. In diesen Ländern wird die französische Kultur und Tradition heute noch gelebt. Martinique, eine Insel in der Karibik, ist ein typisches Beispiel für die französische Lebensart. Sie gehört zu der Gruppe der Kleinen Antillen. Die Insel besitzt aber einen Sonderstatus. Obwohl sie Tausende Kilometer von Frankreich entfernt liegt und auch die Zeitzonen fünf Stunden Unterschied aufweisen, ist sie seit 1946 ein Teil des Landes und deshalb auch Mitglied der europäischen Union. Das Regionalparlament von Martinique hat aber durchaus auch Einfluss auf die französische Politik, da vier Abgeordnete in die Nationalversammlung geschickt werden und zwei Politiker der Insel im Senat vertreten sind. Die Bevölkerung umfasst 400.000 Menschen, wobei knapp ein Fünftel in der Hauptstadt Fort-de-France lebt.

Martinique, das auch die Blumeninsel genannt wird, weißt eine landschaftliche Vielfalt auf. Traumstände wechseln sich mit hügeligen Bergen, die vulkanischen Ursprungs sind, ab. Der höchste Berg, der Mont Pelée, ist gleichzeitig auch ein Vulkan. Zurzeit ist er nicht mehr aktiv. Mit 350 Kilometer langen Stränden ist auch hier die Vielfalt groß. Neben feinen, weißen Sandstränden, findet man auch schwarze Küsten, die vulkanischen Ursprungs sind. Durch die vielen verschiedenen Blumenarten ist die Insel sehr bunt. Neben bekannteren Gewächsen wie etwa Rosen, sind eine Menge Pflanzen zu entdecken, die nur in dieser Region wachsen. Hibisken und Magnolien sind ebenso vertreten wie Exoten. Vor allem das tropische Klima mit der Hauptregenzeit von Juni bis Oktober ermöglicht diese Blumenvielfalt. Einen Winter oder eine demensprechende kältere Jahreszeit kennen die Martiniquer nicht, da die Durchschnittstemperatur des Wassers etwa nie unter 25 Grad Celsius sinkt. Spezielle Wassersport Bekleidung ist hier nicht unbedingt vonnöten.

Auch wenn Martinique von der französischen Kultur geprägt ist, besitzt es auch viele Eigenheiten. Neben dem Französischen als Amtssprache, existiert auch Créole. Es wird heute noch von vielen Einheimischen gesprochen.

Die Rumproduktion ist einer der stärksten Industriezweige. Insgesamt werden fünfzehn Sorten auf Martinique produziert. Durch die Verbindung mit Frankreich ist die Insel aber wirtschaftlich viel entwickelter als andere kleinere Staaten in der Nähe. Es dominieren vor allem Klein- und Mittelbetriebe. Der Dienstleistungssektor ist dabei Spitzenreiter, da der Tourismus eine wichtige Einnahmequelle darstellt. Trotzdem bleibt Martinique für den Tourismus noch ein Geheimtipp. Zwar kommen alljährlich viele Franzosen, da sie hier nichts vermissen: Das Essen, die Sprache und die Kultur sind nicht anders als in Frankreich. Auch deshalb eignet sich die Insel perfekt für Sprachkurse und als 50 plus Reise. Noch dazu kann mit dem Euro bezahlt werden, das lästige Umwechseln bleibt also auch erspart. Die Preise für zum Beispiel Hotelzimmer oder Lebensmittel sind ähnlich hoch wie in Europa, da die Arbeiter und Angestellten auch hier dieselben Rechte wie ihre Kollegen in Europa besitzen.

Trotzdem sollte ein Besuch auf Martinique am Pflichtprogramm. stehen. Neben jahrhundertelangen Traditionen ist durch den französischen Einfluss auch ein Stück moderner Lebensweise auf der Insel zu beobachten. Genau diese Mischung macht es aus. Schließlich ist man auch nicht jeden Tag auf europäischem Terrain, das vom eigentlichen Kontinent viele Flugstunden entfernt liegt: Ein Stück Europa in der Karibik sozusagen.

Aber auch andere Karibikinseln sind sehr reizvoll. Wenn Sie weitere Anregungen suchen, können Sie sich auf Karibikinseln weiter informieren.