Namibia - Land der Kontraste


Wüste, NamibiaDer afrikanische Staat Namibia liegt im Südwesten von Afrika, oberhalb von Südafrika. Der Atlantische Ozean grenzt im Westen an den Staat, wodurch Namibia auch einen großen Anteil an Küsten und Stränden besitzt. Da im Land viele verschiedene Stämme und Völker leben, wurde als Amtssprache Englisch gewählt. Das bedeutet aber nicht, dass die ganze Bevölkerung diese Sprache auch spricht. Insgesamt wohnen 1.900.000 Menschen in Namibia, wobei die Gesamtfläche gleich zweimal so groß wie Deutschland ist. Das Land ist also mehr als dünn besiedelt. Im Schnitt wohnen 2,5 Menschen auf einem Quadratkilometer. Nur wenige andere Staaten der Welt sind noch dünner besiedelt als das Reiseziel Namibia.

Diese Tatsache mag vor allem an der Landschaft und dem Klima liegen. Im Westen, entlang der Küste, liegt die Wüste Namib. Als älteste Wüste der Erde besticht sie durch eine einzigartige Tier- und Pflanzenwelt. Einzigartige Schätze, nämlich Diamanten, wurden dort gefunden. Die natürliche Farben der Wüste können die Schönheit von Diamanten aber oft noch überbieten. Denn die Farbpracht kann sich mehr als sehen lassen.

Der Bergbau zählt zu den wichtigsten Wirtschaftszweigen des Landes. Die Bandbreite der Rohstoffe, welche abgebaut werden, ist sehr groß. Uran, Gold, Silber, Zink, Kupfer, Blei, Zinn, Marmor und Granit gehören dazu. Der Abbau trägt wesentlich zum Bruttoinlandsprodukts des Landes bei. Die Landwirtschaft, hier vor allem die Schaf- und Rinderzucht, die Fischerei und der Tourismus sorgen ebenfalls dafür, dass Namibias Wirtschaft im Vergleich zu den meisten anderen afrikanischen Staaten sehr stabil ist.

Im Osten erstreckt sich die Kalahari-Wüste. Das Klima kann im Allgemeinen als heiß und trocken beschrieben werden, obwohl es da ebenfalls Unterschiede gibt. In der Nähe der Namib-Wüste weht das ganze Jahr über ein heißer und trockener Wind. Hingegen ist der Caprivi-Streifen, umgebenen von Angola, Sambia, Botswana und Simbabwe, durch eine dichte Vegetation und einen trockenen Wind gekennzeichnet. An der Atlantikküste, welches die dritte große Zone ist, ist es tendenziell kälter und ständig nebelig.

Die Hauptstadt Windhuk ist mit 240.000 Einwohnern auch die größte Stadt. Sie liegt auf 1.650 Metern Höhe und wird von einigen anderen Gebirgsketten umzingelt.

Namibia war das erste Land, das den Umweltschutz in die Verfassung schrieb. Aus den Einnahmen des Tourismus werden heute Beträge dazu verwendet um den Umweltschutz voranzutreiben. Der gesamte Küstenstreifen der Namib-Wüste ist ebenfalls geschützt. Das nicht zuletzt aufgrund des einzigartigen Artenreichtums.

Der Etosha Nationalpark ist ein beliebtes Reiseziel für Urlauber aus der ganzen Welt. Bereits im Jahre 1907 öffnete er seine Pforten. Die größte Attraktion ist die so genannte vegetationslose Salzpfanne. Wenn es regnet, was so gut wie nur in der Regenzeit vorkommt, fühlt sich diese mit Wasser und stellt somit eine wichtige Brutstätte für Flamingos dar. Wen die Flamingos nicht mitreißen können, der kann eine noch viele größere Artenvielfalt beobachten. Der Nationalpark umfasst ein riesiges Areal. Die meisten Besucher bleiben einige Tage und fahren erst dann weiter. Drei verschiedene Camps stehen als Schlafstellte zur Verfügung: Namutoni, Okaukuejo und Halali. Man sollte jedoch rasch im Vorhinein eine Reservierung vornehmen, da sie Camps bei den vielen Besuchern sehr beliebt sind.