Namib - Höchsten Dünen der Welt


Namib WüsteWas wäre ein Besuch in Namibia ohne die Weiten der Wüste Namib, der ältesten Wüste überhaupt, zu ergründen? Das Panorama ist bezaubern, auch wenn ein Punkt fast ident wie ein anderer aussieht. Als Tourist sollte man sich nie ohne einen erfahrenen Wüstenführer oder Nomaden in das Gebiet der Namib wagen. Zwar gibt es einige Oasen und Naturwunder, aber die meilenweite Leere voller Sand und Dünen wurde schon dem einen oder anderen zum Verhängnis. Tritt man die Reise aber in Begleitung eines erfahrenen Guides an, kann einem nichts passieren. Er gibt einem Tipps, welche Dinge unbedingt in den Rucksack gehören und wie man sich gegen das trockene und heiße Klima am besten schützt. Eines der wichtigsten Elemente sind die Schuhe. Sie sollten sehr stabil sein und den Sandmassen widerstehen können. Obwohl es am Tag sehr heiß und schwül sein kann, sollte die Nacht nicht unterschätzt werden. Temperaturschwankungen von bis zu 70 Grad sind nicht selten. Somit können die Nächte sehr kalt werden und passendes Equipment darf nicht fehlen.

Namib heißt übersetzt leerer Platz, was auf jeden Fall zutrifft. Meilenweit ist nichts außer Dünen zu sehen. Aber genau diese bilden eines der größten Spektakel der Wüste. Eine ganz bestimmte, von den Einheimischen als Düne 7 gekennzeichnet, erreicht eine Höhe von mehr als 350 Metern. Sie ist die höchste Sanddüne weltweit und gehört zu den Dünen von Sossusvlei.

Das Erlebnis eine Düne hochzulaufen, sollte man sich nicht entgehen lassen. Zwar sind 350 Meter vielleicht etwas zu schweißtreibend, aber viele niedrigere bieten sich ebenfalls an. Dass man außer Atem gerät, wird sich nicht verhindern lassen. Aber die Aussicht von ganz oben wird einen sicher entschädigen.

Trotz der widrigen Lebenssituationen haben sich auch einige Tiere angesiedelt. Es handelt sich vorwiegend um Kleintiere, die sich seit Jahrhunderten an das Klima angepasst haben. Käfer, Wespen oder auch Spinnen tummeln sich im Sand.

Die typische Wüstenpflanze in dieser Umgebung ist die Weltwitschia. Manche von ihnen sind schon hundert Jahre alt und das sogar in einem derart rauen Klima. Sie besteht nur aus einem einfachen Blattpaar, das vom Wind bereits zerfranst wurde. Obwohl die Pflanze nicht sehr schön aussieht, erfühlen die Blätter ihren Zweck. Dadurch kann nämlich besser Wasser aufgenommen werden, das ja in der Wüste eine Mangelware ist.

Der Namib-Naukluft-Nationalpark liegt an der Westküste, am Übergang von der Wüste zu einer stärkeren Vegetation. Mit seinem Artenreichtum ist er der größte Wildpark des ganzen Kontinentes Afrika. Von den 50.000 Quadratkilometern ist nur ein Bruchteil den Touristen und Besuchern zugänglich. Der nördliche Teil, die Namib Section, welcher der Öffentlichkeit zur Verfügung steht, wird stark geschützt. Das Naukluft-Gebirge mit seinen bis zu 1949 Meter hohen Gipfeln, ist ebenfalls Teil des Parks. Die Kulisse eignet sich gut für Wanderungen.

In der Namib und auch an den Grenzen gibt es keine Luxushotels oder Appartements, die typischen Urlauberunterkünfte sind die Lodges und Camps. Abgeschieden von jeglicher Zivilisation stehen diese Anlagen einsam in der Wüste. Die Angestellten leben ebenfalls hier, da der tägliche Weg nachhause viel zu weit wäre. Wichtig ist vor allem der nötige Vorrat an Lebensmitteln, da nur ein bis zwei Mal im Monat zum Einkaufen in eine größere Stadt gefahren wird.