Norden von Namibia


Der Norden von NamibiaDie Küstenregion mit der Namib-Wüste ist sicherlich ein Highlight bei einem Besuch des Landes. Dazu zählt auch die Hauptstadt Windhoek mit seiner vielfältigen Umgebung. Das alles sind aber noch lange nicht die Höhepunkte. Es gibt noch so viel mehr zu sehen. In alle Himmelsrichtungen verteilt, liegen Plätze, die man sich auf keinen Fall entgehen lassen sollte. Allen voran ist der Norden Namibias zu nennen. Einige Tage sollten für eine Rundreise in diesem Gebiet eingerechnet werden. Auf den Spuren der Eingeborenen kann man die Ursprünglichkeit des Landes erkunden.

Mit dem Betreten des Buschmannland befindet sich der Besucher auf dem Territorium der San. Sie sind das älteste, in Namibia lebende Volk. Sie haben sich an das Leben im dicht bewachsenen Norden gewöhnt und leben mit den vielen Tierarten, wie Hyänen, Antilopen oder Löwen im Einklang. Wie bei vielen Ureinwohnern ist die Arbeitsteilung ein zentraler Punkt bei den San. Die Frauen sind die Sammler und suchen Wildfrüchte oder auch Feldzwiebeln, während die Männer auf die Jagd gehen und das Fleisch nachhause bringen. Mit Hilfe von Pfeil und Bogen erlegen sie so manche Wildtiere.

Im Nordwesten geht es weiter zum Kakaoveld, das die Heimat eines weiteren Hirtenvolkes ist. Die Himbas leben in Abgeschiedenheit und meistens auch in völliger Ruhe. Denn das Gebiet rund um das Kakaoveld ist nur für wenige attraktiv. Hin und wieder kommen Touristen um die Ursprünglichkeit dieses Ortes zu bewundern. Zwischen den Touristen und den Einheimischen kommt es aber auch manchmal zu Konflikten. Einige Himba sind bereits alkoholabhängig, da sie diese Substanz vorher nicht kannten, aber diese von einigen Besuchern erhalten haben. Darum wird versucht die Besucher nur mehr mit einheimischen Führern in die Gebiete zu lassen um derartiges zu verhindern. Das Volk hat sich daher in seiner Lebensweise kaum verändert und lebt schon seit Jahrhunderten gleich und bewahrt seine Traditionen. Im Kakaoveld befinden sich die Epupa Wasserfälle. Umgeben von Palmen und Affenbrotbäumen entschädigt der Anblick für die mühsame Anreise.

In der Region liegt der Kaudom Game Park. Er grenzt im Osten an Botswana und beherbergt viele Wildtiere. Ein besonderes Kennzeichen sind die vielen Omirama. Dabei handelt es sich um breite Flussbette, die meist nur während der Regenzeit Wasser fühlen. Dann sind viele Tiere meist mit ihren Herden am Ufer zu sehen. Dadurch, dass der Park nicht abgezäunt ist, wird auch nicht in die Natur eingegriffen und alles nimmt dort seinen ursprünglichen Lauf.

Rundu, die zweitgrößte Stadt nach Windhoek, zählt ebenfalls zum Norden des Landes. Zurzeit wohnen 70.000 Menschen dort, aber die Zahl wird weiter steigen, da es viele in die größeren Städte zieht. Durch den nahegelegenen Flughafen wird sie auch immer attraktiver für Touristen. Aufgrund seiner Lage in Grenznähe, ist die Stadt auch ein wichtiges wirtschaftliches Zentrum, allen voran im Handel mit Angola. Mit prächtigen Gebäuden oder einzigartigen Skulpturen kann Rundu nicht dienen, aber es sind vor allem die unberührten Plätze und der einzigartige Sonnenuntergang mit denen es seine Besucher in den Bann zieht.

Das alles ist zwar schon eine Mehrtagesreise wert, aber der Norden hat noch eine Menge mehr zu bieten. Meistens gilt der Grundsatz: Wer einmal in Namibia war, kommt immer wieder zurück.