Hobart


Hobart am HafenIm Südosten von Tasmanien liegt die Hauptstadt Hobart. Sie ist keineswegs isoliert und nur eine in sich geschlossene Stadt. Indem sie am Fuße des Mount Wellington liegt, der etwa 1.200 Meter hoch ist, die Kleinstadt Richmond gleich in der Nähe ist und es auch in der Nähe der Flussmündung des Derwent Rivers liegt, hat es einen naturverbundenen Charme. Die Großstadt vereint das Stadtleben wunderbar mit der natürlichen Schönheit um sich herum.

Die zweittrockenste Stadt Australiens verwöhnt ihre Gäste zwar nicht mit endlosen Sonnenstunden, aber das milde Klima und der wenige Niederschlag laden zum Sightseeing ein. In Hobart gibt es viele Sehenswürdigkeiten, die teilweise noch aus der Kolonialzeit stammen. Aufgrund seiner zentralen Lage zwischen Neuseeland und Australien, ist sie eine sehr wichtige Hafenstadt und auch die größte von Tasmanien. Rohstoffe wie Obst, Erze, Getreide oder Wolle werden in andere Länder und nach Australien exportiert. Natürlich ist der Hafen auch gleichzeitig der Umschlagplatz für Importe, da auf Tasmanien nicht alles produziert wird, was die 182.000 Bewohner der Insel benötigen. Neben dem neuen Hafen, existiert Batterie Point, der alte Hafen, ebenfalls noch. Früher war er umgeben von einem kleinen Dorf, wovon heute noch die Überreste besichtigt werden können. 1804 wurde Hobart genau an jenem Ort gegründet.

Am Salamanca Place können alte Lagerhallen aus Sandstein besucht werden. Erbaut von Gefangenen, spiegeln diese Hallen einen Teil der leidvollen Geschichte Tasmaniens wider. Die Gebäude wurden beherbergen heute einen Markt und kleinere Geschäfte. Der Kunst wurde ein Teil der Gebäude gewidmet. Im so genannten Salamanca Arts Centre haben 75 verschiedene Kunstorganisationen ihren Sitz. Kunsthandwerke der verschiedensten Sparten sind hier vertreten.

In der Stadt gibt es die Tasman Halbinsel, die zwei wichtige Attraktionen bietet. Zum einen kann hier das Gefängnis von Port Arthur besichtigt werden, wo die Engländer Gefangene für Jahre hinter Gittern brachten. Ein Museum gewährt Einblicke in die damalige Zeit und verdeutlicht die Grausamkeiten, die hier statt fanden. Zum anderen kann auf dem Tasman Trail gewandert werden. Neben der wunderschönen Natur kann der Ausblick von der Steilküste genossen werden.

Für Kulturbegeisterte bleibt das Museum auf der Tasman Halbinsel nicht die einzige Möglichkeit sich in die damalige Zeit zu versetzten und sich intensiv damit zu beschäftigen. Zu empfehlen ist das Tasmanian Museum & Art Gallery. Schwerpunkt ist vor allem die Geschichte Tasmaniens nach der Entdeckung und die Besiedelung durch die "Weißen". Intensiv wird auf die Ureinwohner Tasmaniens eingegangen, welche damals ausgerottet wurden. Das Maritime Museum beschäftigt sich mit der langen Tradition der Seefahrt und dabei insbesondere dem Walfang.

Für die Gourmets bietet Hobart ein breites Programm. Der nördliche Stadtteil beherbergt ein Restaurant nach dem anderen, aber auch Bars und Pubs sind zahlreich vertreten. Die tasmanische Küche wird hier vom feinsten zubereitet. Tasmanien und Hobart sind nicht nur für das Essen bekannt. Bier und Wein nehmen ebenfalls einen wichtigen Stellwert ein. Einige Kilometer außerhalb können viele Weinbauern besichtigt und der eine oder andere Tropfen probiert werden. Die Cascade Brewery ist die bekannteste und älteste Bierbrauerei der Insel. Eine Führung gibt einen Einblick in die seit 1832 andauernde Geschichte der Brauerei.