Das
Leben in der Metropole Kalkota kann keinesfalls mit europäischen
Städten verglichen werden. Zwar sind Paris oder auch Moskau pulsierende
Städte, die ebenfalls nie zu ruhen scheinen, aber das Flair in der
Hauptstadt der Westbengalen ist ein ganz anderes. Touristen sind oft mehr
als überfordert, wenn sie die ersten Eindrücke gewinnen. Das
Straßenleben ist so geschäftig, dass man gar nicht weiß,
wo man zuerst hinsehen sollte. Die Autofahrer kennen prinzipiell keine
Verkehrsregeln und schlängeln sich durch die Straßen nach dem
Motto: Der Schnellere fährt zuerst! Das Hupen einiger aufgeregter
Verkehrsteilnehmer ist des Öfteren zu vernehmen und auch kleine Blechschäden
gehören zum Alltag der fast fünf Millionen Einwohner dazu. Ritschas,
die typischen indischen Beförderungsmittel, gehören ebenfalls
zum Straßenleben dazu. Sie bieten Platz für zwei Gäste
und sehen einem Fahrrad sehr ähnlich. Der Fahrer zieht bzw. radelt
somit die Fahrgäste zum gewünschten Ort. Die traditionellen
Beförderungsmitteln sind bei Touristen sehr beliebt.
Nicht nur auf den Straßen spürt man das Leben. Auf den Märkten, allen voran dem New Market, gibt es viel zu sehen. Alles Mögliche wird bei den Ständen angeboten. Frisches Obst und Gemüse, Fleisch und andere Nahrungsmittel werden von den Indern und Inderinnen gerne gekauft. Aber auch die traditionelle Kleidung wird an den meisten Ecken präsentiert. Wer die Bollywood-Filme gerne sieht, kann bestimmt den einen oder anderen Film sehr preiswert herunterhandeln. Generell ersetzten die großen Märkte sehr gut die europäischen Einkaufszentren, da eben auch hier alles zu finden ist.
Überschattet wird das ganze oft von Baulärm, da an vielen Ecken ein neues Gebäude oder neue Straßenteile entstehen. Durch die starke Migration aus den benachbarten Ländern wird der Platz bald knapp. Mit der benachbarten Stadt Haora wird Kalkota bald ganz zusammenwachsen. Aber schon heute ist das Gebiet extrem dicht besiedelt. Die Stadt wird insgesamt in 15 Bezirke gegliedert, wobei die Überbegriffe Old Kalkota, New Kalkota und Greater Kalkota die grobe Einteilung der Metropole sind.
Ohne einen Stadtplan ist es schwer sich zu orientieren. Die beliebtesten Sehenswürdigkeiten sind aber ganz gut gekennzeichnet. Die meisten Besucher führt es zuallererst zum Wahrzeichen von Kalkota. Die Howrah Bridge befördert täglich einige Millionen Inder in die gleich anliegende Stadt Haora. Die über den Hooghly River führende Brücke zählt zu den längsten auf der ganzen Welt.
Ein Besuch des Kali Tempels führt auf eine spirituelle Reise des Hinduismus, der Volksreligion von Indien. Der Göttin Kali zu Ehren wurde er erbaut. Geschmückt von grünen Mosaiken ist das Gebäude für sich schon einen Ausflug wehrt. Für die Hindus zählt er zu den wichtigsten Wahlfahrtsorten des Landes.
Das Victoria Memorial erinnert an Szenen des Filmes "Tausend und eine Nacht". Zusammen mit seinem Park und dem davor gelegenen See lädt es zum Träumen ein. Es wurde der beliebten englischen Königin Victoria gewidmet. Eine Ausstellung informiert die Besucher über die britische Kolonialherrschaft in Indien. Der weiße Palast im Renaissancestil und Einflüssen aus der indischen Baukunst ziert viele Ansichtskarten und wird oft als zweites inoffizielles Wahrzeichen der Stadt gehandhabt.
Die pulsierende Metropole Kalkota ist auf der ganzen Welt bekannt. Auf der Straße sieht und spürt man das Leben West Bengals Kalkotas. Besuchen Sie den Kali Tempel, oder lassen Sie sich von der Kultur Kalkotas beeindrucken.