Nationalparks in West Bengal


Traumhafte SträndeTiger, Löwen und andere seltene Tiere in freier Wildbahn zu erleben, ist ein unvergessliches Erlebnis. Grazil bewegen sie sich in der oft tropischen Landschaft. Der Kontrast des saftigen Grün der Regenwälder und des wüstenfarbigen Felles bleibt einem in Erinnerung. Nur wenige können behaupten es erlebt zu haben. Die meisten Menschen kennen die Wildtiere oft nur vom städtischen Tierpark oder Zoo, bei dem die Tiere zwar ein ausreichend großes Territorium haben um sich wohl zu fühlen, die Bedingungen jedoch ganz andere sind. Sie können nicht auf die Jagd gehen oder sind nicht dem oft sehr heißen und schwülen Wetter der Natur ausgesetzt.

Am seltensten zu finden sind die Bengalischen Tiger. Wer dennoch einen erblicken will, sollte es in Indien und hier vor allem in den Nationalparks von West Bengal versuchen. Die orange- und schwarzfarbigen Katzen, oft können sie auch weiß gefärbt sein, sind am häufigsten im Sundarbans Wild Life Sanctuary anzutreffen. Nach Schätzungen sollen sich bis zu 250 Tiere in dem Gebiet aufhalten. Das würde bedeutet, dass dies einer der größten Ansammlungen des bengalischen Tigers ist. Zwischen den Mangroven tummeln sie sich gerne. Kein Wunder, denn der Park bietet das größte Mangrovengebiet der Welt. Der Park besteht zu fast einem Drittel aus Wasser. Das bedeutet, dass Flüsse und Seen reichlich vorhanden sind. Viele Tierarten haben sich daher in die Artenvielfalt des Gebietes eingefügt. Ein großes Vogelschutzgebiet erstreckt sich ebenfalls im Areal. Bei vielen Besuchern hinterlässt die Krokodilfarm ebenfalls einen bleibenden Eindruck. Der nächstgelegene Flughafen ist Kalkota. Problematisch ist allerdings die direkte Anreise zum Park, denn er kann aufgrund seiner Wasservielfalt nur mit dem Boot erreicht werden. Zwischen Dezember und März ist die Hauptbesuchszeit, da das Wetter nicht allzu heiß ist und auch die Regenzeit noch nicht beginnt.

Der Jaldapara Wildlife Sanctuary liegt zwar im selben Bundesstaat Indiens, hat aber wiederum eine ganz andere Artenvielfalt zu bieten, da dieser Nationalpark auch eher nördlicher gelegen ist. Das Wahrzeichen Sundarbans ist der bengalische Tiger, hingegen bietet Jaldapara vor allem das Rhinozeros als Aushängeschild. Die Anzahl dieser Tiere ist die zweithöchste in Indien. Die Landschaft wird vor allem durch Tropenland und Steppengras dominiert. Eine Attraktion des Parks sind die Elefanten, welche sich zahlreich im Gebiet angesiedelt haben. Am einfachsten zu erreichen ist Jaldapara durch den Flughafen von Bagdogra. Vor allem die Monate Oktober bis Mai eignen sich besonders um die seltenen Tierarten zu Gesicht zu bekommen.
Der Buxa National Park beherbergt viele Tiger und wird oft auch als Tiger-Reservat bezeichnet. Am wichtigsten ist allerdings die außergewöhnliche Fauna. Verschiedene Orchideen-Arten und seltene Pflanzen sind über das ganze Gebiet verstreut. Am Rande des Parks stehen viele komfortable Lodges als Übernachtungsmöglichkeiten für die Besucher zur Verfügung.

Weitere drei Nationalparks stehen den Besuchern für Ausflüge zur Verfügung. Während der

Singalila National Park mit seiner Lage auf über 2.000 Metern die Besucher begrüßt, ist der Neora Valley National Park noch sehr unterschlossen und bietet viele Überraschungen. Wer nicht genug von den Rhinozeros bekommt, kann diese ebenfalls im kleineren Gebiet von Gorumara National Park beobachten.