Eine
Reise nach Mérdia kann so einiges sein: kolonial, lebhaft, kulturell
oder einen auch einfach nur verzaubern. Die weiße Stadt wie Mérida
aufgrund seines Aussehens genannt wird, beheimatet mehr als eine Million
Menschen. Als Hauptstadt des mexikanischen Bundestaates Yucatán,
hat sie einen wichtigen politischen und wirtschaftlichen Einfluss. Von
dieser Verpflichtung merkt man aber überhaupt nichts. Die Bewohner
leben hier nicht wie in einer Großstadt, sondern sind dafür
mitverantwortlich, dass der koloniale Flair noch immer erhalten bleibt.
Aber das soll nicht heißen, dass man hier keine Ahnung vom Feiern
hat. Denn speziell an den Wochenenden und am Abend geht es erst richtig
rund. Bei dem warmen und auch am Abend noch angenehmen Wetter spielt sich
das Leben vorwiegend draußen im Freien ab. Man verabredet sich mit
Freunden um im Park zu sitzen oder spaziert durch die Gassen. Einige Mädchen
tanzen vor sich hin und auch die Straßenverkäufer sind zu dieser
Zeit besonders aktiv. Sie versuchen das eine oder andere Souvenir an Touristen
zu verkaufen. Des Öfteren auch mit Erfolg, da in Mérida der
Tourismuszweig stetig wächst. Immer mehr Menschen entdecken die Stadt
als optimalen Urlaubsort. Obwohl Mérida nicht direkt am Meer liegt
und somit seinen Gästen keine Traumstrände zur Verfügung
stellen kann, warten eine Menge Sehenswürdigkeiten, die man nicht
verpassen sollte.v Die Geschichte der Stadt ist eng mit dem Volk der Maya
verknüpft. Auf dem Gebiet, wo heute Mérida steht, lag früher
eine Maya-Siedlung. Diese hatten den Namen Tho, weshalb viele Einheimische
auch heute noch die Stadt so bezeichnen.
Dass Mérida zahlreiche prunkvolle Kirchen und sonstigen Gebäude besitzt, ist ebenfalls geschichtlich bedingt. Im 19. Jahrhundert erlebte die Stadt eine Blütezeit, indem man zwei Rohstoffe exportiere: Dies war zum einen Sisal und zum anderen Henequen-Agave. Die beiden Pflanzen wurden deshalb als grünes Gold bezeichnet.
Um die Energie und Lebhaftigkeit der Mexikaner kennen zu lernen, ist ein Besuch der zahlreichen Märkte unerlässlich. Sie bieten den Interessierten so gut wie alles, was das Herz begehrt. Handeln steht hier an erster Stelle, denn das gehört zum Marktleben einfach dazu.
Der Palast Casa de Montejo wurde als Hommage an den Städtegründer gebaut. Der Kolonialstil mit vielen reich verzierten Fassaden und kleinen Höfen gehört zu den schönsten in ganz Mexiko. Ein Spaziergang durch die Innenstadt zeigt aber auch eines: In der ganzen Stadt wurde mit liebevollen Details nicht gespart. An der einen Ecke steht ein Brunnen, während einige Meter weiter eine gepflegte Grünanlage zum Verweilen einlädt. Die berühmteste Kirche der Halbinsel Yucatán steht ebenfalls im Mérida. Angeblich soll sie aus Steinen einer alten Maya-Pyramide bestehen, die zuvor zu der Zeit der Errichtung noch auf dem Platz stand.
Da die Maya-Kultur in der ganzen Stadt präsent ist, wurde ihr auch ein Museum gewidmet. Das Museum Nacional de Arte Popular verführt die Besucher in die Welt der Hochkultur. Weitere Ausstellungen zu anderen Themen werden auch angeboten, aber die Maya-Ausstellung ist die große Attraktion. Einzigartige Exponate sind hier zu finden. Die Zeremonie-Kleidung der Maya-Priester kann etwa bestaunt werden.
Das und vieles mehr kann in der "weißen Stadt" unternommen werden und den Urlaub mehr als bunt gestalten.
Die Stadt Mérida ist kulturell, lebhaft und verzaubert Sie als Urlauber auf eine ganz besondere Art und Weise. Die Maya-Kultur hat Mérida geprägt und so finden Sie im Nacional de Arte Popular viele Stücke der Maya-Hochkultur.